Die Situation: KI-Content flutet das Internet. Die meisten von LLM erzeugten Texte zeigen (mehrere) verräterische Elemente.
Der Schnelltest: Lies den Text laut vor. Klingt er wie eine Maschine, stammt er wahrscheinlich von einer.
Die Liste: 50 konkrete Merkmale in 9 Kategorien sowie Praxistipps, wie du KI-Texte etwas menschlicher machst.
Schnelle Quickwins
Starte mit Interpunktion (Punkte 38–44): Gedankenstriche ersetzen, Dreier-Listen kürzen, Guillemets korrigieren. Das geht mit Suchen-und-Ersetzen und hat sofortige Wirkung. Gleich danach lohnt sich der Wortschatz (Punkte 6–12): aufgeblasene Adjektive streichen und Hedging-Wörter löschen. Dann gehts an die Fakten (Punkte 33–37): Phantom-Studien googeln, unbelegte Zahlen prüfen, Zitate verifizieren. Braucht insbesondere Sorgfalt. Und zuletzt die Übergänge (Punkte 13–18): «Darüber hinaus» und «Zusammenfassend lässt sich sagen» löschen ist eine Sache von Minuten.
Aufwändig, aber lohnenswert
Beim Sprachrhythmus (Punkte 1–5) merkst du den Unterschied sofort, aber es braucht ein Ohr für Satzlängen und Fragmente. Logik & Argumentation (Punkte 29–32) erfordert konzentriertes Lesen; Pseudo-Kausalitäten zu erkennen bringt aber inhaltlich viel. Und die Muster & Serielle Erkennung (Punkte 45–50) fallen auf, sobald du weisst, wonach du suchst. Korrigieren braucht etwas Fingerspitzengefühl.
Für Profis
Emotionale Authentizität (Punkte 19–23) geht nicht mechanisch. Empathie, Überraschungen und Haltung einbauen: Hier trennt sich menschlicher Text von maschinellem. Am anspruchsvollsten ist die Inhaltliche Tiefe (Punkte 24–28). Eigene Beispiele und spezifische Details kann nur liefern, wer das Thema wirklich kennt. Kein Shortcut, dafür der grösste Qualitätssprung.
Sprachrhythmus: Wenn alles gleich tönt
01
Gleiche Satzlänge
Menschliche Texte springen: ein Zweiwort-Satz, dann ein verschachtelter Bandwurm, dann wieder kurz. KI-Texte pendeln brav zwischen 15 und 25 Wörtern. Immer. Wie ein Metronom. So fixst du es → Bau bewusst einen Satz mit mehr als 30 Wörtern ein, gefolgt von einem mit weniger als zehn. Rhythmus entsteht durch Kontrast.
02
Monotoner Satzanfang
Lies die Anfänge der letzten zehn Sätze. Beginnen fünf davon mit «Der», «Die» oder «Es»? Verdächtig. Gegenmittel→ Starte mal mit einem Verb, mal mit einer Frage, mal mit einem Ort oder einer Zeitangabe. «Gestern noch undenkbar: …» statt «Es ist wichtig, dass …»
03
Fehlende Burstiness
So nennt die Fachwelt den Wechsel zwischen überraschend und vorhersehbar. Menschen schreiben «burstig»; Sprachmodelle schreiben gleichmässig. Fällt beim lauten Vorlesen sofort auf. Das hilft → Lies den Text laut. Wo du ins Stocken kommst, ist er lebendig. Wo du einschläfst, musst du nachbessern!
04
Alles zu melodisch
Der Text klingt wie eine gut geölte Maschine. Kein Stolperer, kein Bruch. Schön? Ja. Menschlich? Nein. Besser so → Brich einen Satz mittendrin ab. Setz ein Fragment oder einen Einschub, der nicht ganz passt. Perfektion ist das Gegenteil von Persönlichkeit.
05 ☠️
Fehlende Fragmente
Menschen brechen Sätze ab, setzen Einwortsätze: Punkt. Sprachmodelle machen das selten, weil Fragmente grammatisch falsch sind. Quickwin→ Streue bewusst Satzfragmente ein. Das bricht die maschinelle Glätte.
«Ermöglichen», «gewährleisten», «optimieren», «bieten». Wenn ein Text klingt wie ein Hochglanz-Geschäftsbericht, hat wahrscheinlich kein Mensch mit Kaffeeflecken auf dem Hemd daran geschrieben. Quickwin→ Ersetze jedes «ermöglicht» durch ein greifbares Verb. Statt «ermöglicht neue Perspektiven» besser «öffnet die Augen» oder «zeigt, was bisher verborgen war».
07 ☠️
Adjektiv-Inflation
«Innovativ», «nachhaltig», «ganzheitlich», «wegweisend». Alles hübsch, alles leer. Die KI liebt Adjektive, die nach viel klingen und nichts sagen. Quickwin→ Streich jedes Adjektiv, das du nicht mit einem Beispiel belegen kannst. «Innovativ» wird zu «Wir haben als Erste in der Schweiz …».
08 ☠️
Hedging überall
«Durchaus», «in gewisser Hinsicht», «tendenziell», «unter Umständen». Sprachmodelle wollen niemanden verärgern; deshalb relativieren sie jeden zweiten Satz. Quickwin→ Streich das Hedging-Wort und prüfe, ob der Satz immer noch stimmt. Meistens stimmt er sogar besser.
09 ☠️
Modell-Lieblingswörter
Je nach Version wechseln die Favoriten. ChatGPT hat eine Schwäche für «Buzzword» oder «Showcase» auf Englisch. Auf Deutsch fallen «somit», «hierbei» und «darüber hinaus» auf. Mehrere davon in einem Text? Klares Signal. Quickwin→ Suche im Text nach «somit», «hierbei», «darüber hinaus», «zudem» und «des Weiteren». Ersetze sie durch Alltagssprache: «also», «hier», «ausserdem».
10
Nominalstil-Häufung
«Die Implementierung der Optimierung der Kommunikation.» So redet niemand. So schreibt auch niemand – ausser ein LLM. Besser so: Verwandle Substantive zurück in Verben. «Die Implementierung» wird zu «Wir setzen um». «Die Optimierung» wird zu «Wir verbessern». Eigentlich ganz einfach.
11
Passiv-Überfluss
«Es wurde festgestellt, dass Massnahmen ergriffen werden sollten.» Wer hat was festgestellt? Wer ergreift Massnahmen? Hinter dem Passiv lässt sich gut verstecken, dass niemand Verantwortung übernimmt. Das hilft: Frag bei jedem Passivsatz: Wer tut das? Dann mach diese Person zum Subjekt. «Unser Team hat festgestellt, dass …» ist sofort lebendiger.
12
Superlativ-Häufung
Alles ist «am wichtigsten», «am effektivsten», «am vielversprechendsten». Wenn jeder zweite Absatz den Superlativ bemüht, schmeckt das nach Algorithmus. So fixst du es: Ersetze Superlative durch Vergleiche mit Zahlen oder Erfahrungen. Statt «das effektivste Tool» besser «hat in unserem Test 40 % schneller geliefert als Tool X».
Der Klassiker. Zusammen mit «Des Weiteren», «Zudem sei erwähnt» und «In diesem Zusammenhang» die roten Flaggen unter den Übergängen. Menschen sagen einfach «Und noch was». Quickwin→ Lösch den Übergang komplett. Setz einfach den nächsten Satz hin. Wenn er ohne Brücke funktioniert, war die Brücke überflüssig.
14 ☠️
Einleitungs-Füllsel
«Es ist wichtig zu betonen, dass …» Ja, dann betone es halt! Statt zu sagen, wird eingeleitet. In der Fachsprache heisst das «Interstitial-Fluff»: Wörter, die Platz füllen, aber nichts tragen. Quickwin→ Streich alles vor dem «dass». Der Satz beginnt mit dem, was wirklich zählt.
15
Konzessiv-Balancing
«Obwohl X seine Berechtigung hat, ist es dennoch Y.» Klingt diplomatisch. Ist aber ein Tic: beiden Seiten gerecht werden wollen, ohne Stellung zu beziehen. So fixst du es: Entscheide dich. Entweder X hat Berechtigung (dann erklär warum), oder Y ist wichtiger (dann sag es direkt). Beides gleichzeitig relativieren bringt nichts.
16
Der «In einer Welt»-Einstieg
«In einer Welt, in der KI immer wichtiger wird …» Wenn dein Artikel so beginnt, kannst du ihn gleich nochmal schreiben. Gegenmittel: Starte mit einer Szene, einer Zahl oder einer Frage. «Letzte Woche hat mein Kunde …» schlägt «In einer Welt …» um Längen.
17 ☠️
«Zusammenfassend lässt sich sagen»
Kein Journalist und kein Texter mit Berufsstolz benutzt diese Formulierung. Sprachmodelle benutzen ihn ständig. Quickwin→ Streich den Satz. Wenn dein Fazit ein Einleitung braucht, ist es ein schlechtes Fazit.
18
«Immer mehr Menschen …»
Ein weiterer Lieblingseinstieg. Klingt dynamisch, sagt nichts. Wie viele Menschen? Seit wann? Woher stammt diese Behauptung? In der Praxis: Ersetze durch eine Angabe mit Quelle. Beispiel: «Laut einer BFS-Erhebung nutzen 62 % der Schweizer KMU KI-Tools (2025)» schlägt «immer mehr Unternehmen» um Längen. Keine Quelle? Dann lass die Behauptung ganz weg.
«Wir alle kennen das Gefühl …» Nein. Kennen wir nicht alle. Was wie Nähe wirkt, ist eine Floskel; echte Empathie sieht anders aus. Besser so: Ersetze die allgemeine Floskel durch eine spezifische Situation. «Kennst du den Moment, wenn der Kunde drei Tage nicht antwortet und du denkst, der Auftrag ist weg?»
20
Lineare Emotionen
Echte Texte sind emotional widersprüchlich: wütend und stolz gleichzeitig, traurig und erleichtert im selben Absatz. Maschinelle Texte ordnen brav: erst Problem, dann Lösung, dann Hoffnung. Der Reihe nach, wie im Lehrbuch. So fixst du es: Bau einen Widerspruch ein. «Das Ergebnis war grossartig. Und trotzdem hat es genervt.» Solche Brüche sind menschlich.
21
Fehlender Subtext
Was steht zwischen den Zeilen? Bei maschinell erzeugten Texten: nichts. Alles liegt ausformuliert auf dem Tisch. Ohne Augenzwinkern, keine Ironie. Darum: Lass etwas weg. Sag nicht alles. Ein Satz wie «Den Rest kannst du dir denken» erzeugt mehr Wirkung als drei erklärende Absätze.
22
Ausgewogenheit bis zur Langeweile
Jedes Pro hat ein Contra, jeder Vorteil seinen Nachteil. Klingt fair; ist aber das Gegenteil von Haltung. Gegenmittel: Nimm Stellung. «Ich halte das für falsch, weil …» ist tausendmal stärker als «Es gibt Vor- und Nachteile.»
23
Keine Überraschung
Menschliche Texte machen Dinge, die man nicht erwartet. Ein Witz an der falschen Stelle. Eine Abschweifung ins Persönliche. Maschinen bleiben auf der sicheren Seite. Das hilft: Bau eine kleine Absurdität ein. Einen Seitenhieb, eine persönliche Randbemerkung. Etwas, das in keinem Lehrbuch steht.
«Der Duft von frisch gebrühtem Kaffee lag in der Luft.» Klingt lebendig? Ist ein Versatzstück. Solche Details werden eingestreut wie Dekoration; sie basieren auf keiner echten Erinnerung. In der Praxis: Ersetze generische Sinneseindrücke durch spezifische. Nicht «der Duft von Kaffee», sondern «der angebrannte Bialetti-Kaffee, den Marco jeden Morgen um 7:12 aufsetzte».
25
Fehlende lebensechte Beispiele
«Ein Unternehmer berichtet, dass …» Welcher Unternehmer? Wann? Wo? Menschliche Autoren haben Namen, Orte, Jahreszahlen. So fixst du es: Füge echte Details ein. Einen Namen (oder ein Pseudonym mit Vermerk), eine Stadt, ein Datum. «Markus aus Aarau hat letzten November …»
26
Alles richtig, nichts tief
Der Text liest sich korrekt. Aber er kratzt nur an der Oberfläche. Kein unerwarteter Blickwinkel, kein Insiderwissen. Frag dich: Was weiss ich über dieses Thema, das nicht in den Top-10-Google-Ergebnissen steht? Genau das gehört in den Text.
27
Keine Zahlen aus erster Hand
Sprachmodelle kennen keine Zahlen aus eigenem Erleben. Deshalb stehen da entweder gar keine oder solche aus dem Trainingsmaterial, die längst veraltet sind. Gegenmittel: Ergänze eigene Daten. «In unseren letzten 12 Projekten haben wir festgestellt, dass …» Solche Ersthand-Zahlen kann keine Maschine erfinden.
28
Generische Ratschläge
«Setzen Sie auf Qualität statt Quantität.» Merci für nüt. Tipps, die so allgemein sind, dass sie auf alles und nichts passen. Besser so: Mach den Tipp so spezifisch, dass er nur für dieses Thema funktioniert. Nicht «kommuniziere besser», sondern «schick dem Kunden jeden Freitag eine Drei-Zeilen-Mail mit dem Projektstatus».
Pro und Contra werden gleich gewichtet, obwohl die Evidenz klar auf eine Seite zeigt. Argumente verteilt wie ein Schiedsrichter, der beiden Mannschaften gleich viele Punkte gibt. Das hilft: Gewichte ehrlich. Wenn 90 % der Evidenz für eine Seite spricht, dann sag das. Falsche Balance ist keine Fairness.
30 ☠️
Pseudo-Kausalität
«Social Media verändert die Kommunikation. Deshalb ist Content-Strategie wichtig.» Das «Deshalb» macht hier keinen logischen Sinn. Aber es klingt so, als ob. Quickwin→ Prüfe jedes «deshalb», «daher» und «folglich». Folgt der zweite Satz wirklich logisch aus dem ersten? Falls nicht: umschreiben oder die Verbindung explizit machen.
31
Zirkelschlüsse mit Umweg
«KI-Texte sind schwer zu erkennen, weil die Technologie fortgeschritten ist, was die Erkennung erschwert.» Viele Wörter, null neue Information. Frag dich nach jedem Absatz: Weiss der Leser jetzt etwas, das er vorher nicht wusste? Wenn nein, streichen.
32 ☠️
Kaputte Metaphern
Bilder aus Versatzstücken zusammengebastelt. «Wie ein Leuchtturm in der digitalen Wüste.» Tönt poetisch, ergibt aber keinen Sinn: In Wüsten gibt es keine Leuchttürme. Quickwin→ Prüfe jede Metapher wörtlich. Funktioniert das Bild in der realen Welt? Falls nicht, ersetze es durch ein echtes Beispiel.
«Laut einer aktuellen Studie …» Welche Studie? Von wem? Aus welchem Jahr? Googelst du nach, findest du nichts. Quickwin→ Jede Studie braucht Autor, Institution und Jahr. Fehlt das, lösche den Verweis oder recherchiere selbst.
34 ☠️
Zahlenglätte
«70 % aller Unternehmen setzen auf KI.» Runde, schöne Zahlen ohne Quelle. Seriöse Recherche liefert krumme Zahlen mit Quellenangabe, Jahreszahl und Erhebungsmethode. Quickwin→ Ersetze jede unbelegte Zahl durch eine belegte. Lieber keine Zahl als eine erfundene.
35 ☠️
Pseudopräzision
«Die Produktivität stieg um 47,3 %.» Wenn eine Zahl verdächtig präzise ist und keine Quelle hat, ist sie wahrscheinlich erfunden. Quickwin→ Google die Zahl in Anführungszeichen. Findest du keine seriöse Quelle, raus damit.
36 ☠️
Veraltetes Wissen
Sprachmodelle haben einen Wissens-Stichtag. Wenn ein Text über aktuelle Trends schreibt, aber nur Beispiele von 2023 nennt, ist das verdächtig. Quickwin→ Prüf jede Jahresangabe und jedes Beispiel auf Aktualität. Ein Artikel von 2026 braucht Quellen von 2025 oder 2026.
37 ☠️
Erfundene Zitate
«Wie schon Mark Twain sagte: ‹Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren.›» Das Zitat stammt weder von Twain noch stimmen die 20 Jahre (es ist ein chinesisches Sprichwort). Halluzinierte Zitate sind ein Klassiker. Quickwin→ Jedes Zitat gegenprüfen: Name + Aussage googeln, im Zweifel weglassen.
Einer der zuverlässigsten Einzelindikator überhaupt. Sprachmodelle setzen den Gedankenstrich (—) inflationär ein: als Einschub, Aufzählungstrenner, Satzklammer oder ganz sinnbefreit. Menschen verwenden ihn sparsam. Mehr als 8 pro 1000 Wörter? Verdächtig. OpenAI hat das Problem 2025 gar öffentlich angesprochen. Quickwin→ Ersetze Gedankenstriche durch Punkte (neuer Satz), Doppelpunkte (Erklärung), Strichpunkte (gleichwertige Teilsätze) oder Kommas (leichte Einschübe). Nur zwei bis drei pro Text behalten.
39 ☠️
Dreier-Listen überall
Die «Rule of Three» ist der zweithäufigste Fingerabdruck. «Schneller, einfacher, günstiger.» Immer drei. Nie zwei, nie vier. Das Muster tritt als Komma-Aufzählung, Satz-Stakkato, Anapher und Negations-Tripel auf. Quickwin→ Kürze auf zwei Elemente oder erweitere auf vier. «Schneller und günstiger» oder «schneller, einfacher, günstiger und erst noch schöner». So brichst du das Schema.
40
Interpunktions-Monotonie
Nur Punkt und Komma, sonst nichts. Menschliche Texte nutzen Doppelpunkte, Strichpunkte, Fragezeichen und gelegentlich ein Ausrufezeichen. Fehlt dieses Spektrum komplett, fehlt dem Text ein Stück Menschlichkeit. In der Praxis: Bau bewusst Doppelpunkte und Strichpunkte ein. «Das Ergebnis: unerwartet.» Oder: «Der erste Test lief gut; der zweite war eine Katastrophe.»
41 ☠️
Falsche Anführungszeichen
Im Schweizer Hochdeutsch gelten Guillemets: «so». Sprachmodelle schreiben oft „so“ oder „so“. Ein kleines Detail mit grosser Wirkung. Quickwin→ Suchen-und-Ersetzen: alle “ und „ durch « » austauschen. In WordPress gibt es dafür Plugins.
42
Zu perfekte Formatierung
Jede Überschrift sitzt. Jeder Absatz hat die gleiche Länge. Kein einziger Umbruch irritiert. Solche Perfektion ist unmenschlich. Besser so: Variiere die Absatzlängen bewusst. Ein Absatz mit einem einzigen Satz, gefolgt von einem mit sieben. Das bricht die Uniformität.
43
Überschriften als Fragen
«Was ist Content-Marketing?» «Warum ist SEO wichtig?» Wenn jede Zwischenüberschrift eine Frage ist, klingt das nach Schablone. So fixst du es: Mische Frage-Überschriften mit Aussagen und Aufforderungen. «Content-Marketing: Vergiss die Theorie» statt «Was ist Content-Marketing?»
44
Bulletpoint-Orgien
Alles in Listen strukturiert, jeder Gedanke wird ein Aufzählungspunkt: Liest sich zwar schnell, aber der Zusammenhang zwischen den Punkten fehlt. Das hilft: Verwandle mindestens die Hälfte der Listen in Fliesstext. Ein gut geschriebener Absatz schlägt fünf Bulletpoints, weil er Zusammenhänge zeigt.
«Das ist kein Problem. Das ist eine Chance.» Sprachmodelle lieben diese Konstruktion: «Nicht X, sondern Y.» Taucht sie öfter als einmal im selben Text auf, ist das ein starkes Signal. Quickwin→ Bau die Stelle komplett um. Statt «Das ist kein Problem, das ist eine Chance» besser: «Genau hier liegt die Chance.» Die Verneinung fällt weg, die Aussage wird stärker.
46
Parallel-Monotonie
«Wie du Texte erkennst. Wie du Texte prüfst. Wie du Texte verbesserst.» Gleicher Anfang, gleiche Struktur, mehrfach hintereinander. Menschen variieren; Maschinen wiederholen. Gegenmittel: Ändere bei jeder Wiederholung den Satzanfang. Zusammenziehen hilft auch: «Erkennen, prüfen, verbessern: So gehst du vor.» Ein Satz statt drei.
47
Varianten-Geschwister
Lass dir drei Varianten eines Textes schreiben. Alle werden die gleiche Grundstruktur haben: Einleitung, Mittelteil, Fazit mit identischem Aufbau. Die DNA bleibt gleich. Wenn du mehrere Varianten bekommst, nimm die beste und überarbeite sie von Hand. Oder gib der KI eine komplett andere Struktur vor («Starte mit dem Fazit»).
48
Intro-Schluss-Symmetrie
Vergleiche den ersten und den letzten Absatz. Wenn der Schluss eine umformulierte Version der Einleitung ist, wurde der Text wahrscheinlich maschinell erzeugt. So fixst du es: Schreib das Fazit komplett neu. Es soll weiterdenken, nicht zusammenfassen. Stell eine offene Frage, gib einen nächsten Schritt, oder überrasche mit einem neuen Gedanken.
49
Tonfall-Gefälle
Der erste Absatz hat Energie. Der letzte klingt fade. Über längere Texte lässt die Ausdruckskraft nach; die Mitte wird blasser als der Anfang. In der Fachsprache heisst das «Tonality-Drift». In der Praxis: Überarbeite die letzten drei Absätze mit besonderer Sorgfalt. Lies sie isoliert. Haben sie die gleiche Energie wie der Einstieg? Falls nicht: umschreiben.
50
Gleiche DNA über mehrere Texte
Lass fünf verschiedene Blogartikel vom selben Modell schreiben und vergleiche die Struktur. Aufbau, Übergänge und Absatzlängen gleichen sich wie eineiige Zwillinge. Gopfridstutz! Das hilft: Gib jedem Artikel eine andere Struktur vor. Mal chronologisch, mal als Checkliste, mal als Erfahrungsbericht, mal als Pro-Contra. So brichst du die serielle DNA.
Kopier den Prompt, häng deinen Text an und gib ihn ChatGPT, Claude oder Gemini. Die KI putzt ihre eigenen Spuren raus, ohne deinen Inhalt zu verfälschen.
PS. Natürlich ist auch dieser Beitrag ziemlich ganz mit KI gemacht… 😉